Amtsdeutsch in Hochform

Die österreichische Seele verwirklicht sich wohl nirgends schöner, als auf dem Amt! So modern die Zeiten auch sind, bietet das Amt die Kontinuität und Sicherheit, die der Mensch in der schnelllebigen Zeit von heute benötigt. Das Universum in der Nussschale sozusagen. Und so werden auch noch heute Hermanovsky-Orlandosche Dimensionen erreicht:

Amtsdeutsch in Hochform

Mit diesem Satzungetüm ist das Standesamt Wien-Ottakring zugepfalstert. Meine Forderung: Verpflichtende Deutschkurse für Magistratsangestellte!

Die Tafel vom Marktamt

Dagegen ist dieser Dativ-Genitiv Streit schon wieder harmlos.

Das Hofmeisteramt

Besonders spannend wird es, wenn Fahrzeuge strafrechtlich verfolgt werden. Kommen die Autos dann mit Parkkrallen fixiert in ein Autogefängnis und müssen von einem durch das Hofmeisteramt ernannten Hofmeister Exerzitien empfangen ? Wer weiß….

Vom Nationalstolze

Nachdem sich meine Doktorarbeit um das Thema nationale Identität dreht und es um 1760 herum einen wahrhaften Boom an Schriften zum Thema Nationalstolz gab, hier einmal ein einschlägiges Post zum Thema österreichischer Nationalstolz:

Der Rosengarten am Wiener Ring (der mit dem sahnig-weißen Theseustempel) ist ein who is who der österreichischen Identität, allen voran mit der Rose „Waltraud Haas“. Unter all den Gewächsen findet sich auch das Röslein „Nationalstolz“. Bei einem Spaziergang vor einigen Tagen hat sich dieser als etwas geknickt herausgestellt:

Nationalstolz

Soviel also zur Lage der Nation…