Vortrag auf der ICLA 2016: Grimm 2.0

Ich bin mittlerweile ziemlich süchtig nach Graphic Novels und Fernsehserien. Schön, wenn man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann 🙂

Im Rahme der dritten Tagung des Netzwerkes zu Hoher/Niederer Literatur darf ich im Rahmen der ICLA in Wien einen Vortrag beisteuern. Das Thema ist im Rahmen der Group Section 17252 – Hybridisierung literarischer Sprachen und Ausdrucksformen als Innovationsmodus (Chair: Franz Hintereder-Emde) eingebunden. Da ich leider nicht persönlich anwesend sein kann, danke ich Martina Zerovnik für das Vortragen meines Beitrages!

Unter dem Titel „Grimm 2.0 – Die Brüder Grimm in der Postmoderne“ spreche ich über die Transformation klassischer Märchenfiguren und -geschichten in Bill Willinghams Fables sowie Kitsis/Horowitz Once Upon a time.

Neue Veröffentlichung: Aufsatz zu Zentralbegriffen deutscher Identitätsbildung

Im November 2013 durfte ich an einer spannenden, interdisziplinären Konferenz zum Thema „Textuelle Historizität“ teilnehmen. So sah das damals aus:

Konferenz Bremen

Konferenz Bremen

Die Bremer Stadtmusikanten

Die Bremer Stadtmusikanten

Gut Ding braucht Weile und so wurden vor Kurzem die Beiträge der Konferenz in Buchform herausgebracht. Darin ist auch mein Beitrag zu „Volk“ und „Volkspoesie“ als Zentralbegriffe deutscher Identitätsbildung im 18. Jahrhundert enthalten.

Textuelle Historizität

Textuelle Historizität

Das Vollzitat des Beitrages lautet:
„Volkspoesie“ und „Volk“ als Zentralbegriffe deutscher Identitätsbildung im 18. Jahrhundert – Heidrun Kämper/Ingo H. Warnke/Daniel Schmidt-Brücken (Hg.): Textuelle Historizität. Interdisziplinäre Perspektiven auf das historische Apriori. DeGruyter Verlag: Berlin/Boston, 2016. S. 162-175.

Besten Dank an die Herausgeber für die tolle Unterstützung bei der Erstellung des Beitrages!

Neue Veröffentlichung: Aufsatz zum Thema Selbstreferentialität in Graphic Novels

Im Anschluss an die wunderbare Tagung des Netzwerkes zu „Hoher/Niederer Literatur“ in Yamaguchi (Japan) ist nunmehr auch der Tagungsband erschienen:

Zwischen Kanon und Unterhaltung

Zwischen Kanon und Unterhaltung

In meinem darin enthaltenen Aufsatz untersuche ich das Phänomen, dass sich AutorInnen von Graphic Novels immer wieder selbst zeichnen und damit in ihre Werke einschreiben. Das Vollzitat des Aufsatzes lautet:

Wenn der Zeichner sich selbst zeichnet. Selbstreferentialität in Graphic Novels. – In: Annie Bourguignon/Konrad Harrer/Franz Hintereder-Emde (Hg.): Zwischen Kanon und Unterhaltung. Interkulturelle und intermediale Aspekte von hoher und niederer Literatur. Berlin: Frank & Timme, S. 71-88.

Lieben Dank an die engagierten und großartigen Herausgeber – vor allem an Franz und Konrad und ihre Hilfe bei der Finalisierung des Beitrages!

Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geh Denken!“

Am 13. April um 19 Uhr konnte ich im Depot (1070) Wien auf Einladung des Vereins Gedenkdienst im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geh Denken“ einen Vortrag über die Verfolgung der Zeugen Jehovas (Ernsten Bibelforscher) in Österreich 1933-1945 halten.

Die Veranstaltung war gut besucht und im Anschluss ergab sich eine interessante Diskussion – vielen Dank für’s Organisieren an Agnes Meisinger und das Team des Vereins Gedenkdienst!

Abstract:
Der Vortrag behandelt die Geschichte der Zeugen Jehovas in Österreich, beginnend mit Versuchen der Institutionalisierung der Religionsgemeinschaft als Verein in den späten 1920er-Jahren, die zu ersten Konflikten mit den Behörden führten. Unter der Regierung Engelbert Dollfuß‘ verschlechterte sich die Situation für die Gemeinschaft, da das Regime in Durchsetzung des katholischen Religionsmonopols die Glaubenspraktiken und Publikationen der Zeugen verbot. Mit dem ,Anschluss‘ im Jahr 1938 wurde die Verfolgung intensiviert: Die NationalsozialistInnen verfolgten die ZeugInnen Jehovas und internierten sie in Gefängnissen und Konzentrationslagern mit dem Ziel, die Organisation vollständig zu zerstören und den Glauben der einzelnen Mitglieder zu brechen. Zwischen 1938 und 1945 wurden 154 österreichische ZeugInnen Jehovas von den NationalsozialistInnen und ihren HelferInnen ermordet. Durch Fallbeispiele werden einzelne Aspekte der Verfolgung nochmals auf lebensgeschichtlicher Ebene untersucht.

Hier der Folder zum sehr spannenden Bildungsprogramm des Vereins Gedenkdienst im SoSe 2016 (darin auch mein Vortrag)…

Neuer Aufsatz: Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in Österreich 1933-1945.

Ich freue mich, dass Ende 2015 in der renommierten österreichischen Zeitschrift „Zeitgeschichte“ mein Aufsatz mit dem Thema „Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in Österreich 1933-1945“ erschienen ist.

Der Aufsatz wurde in ZEITGESCHICHTE publiziert.

Der Aufsatz wurde in ZEITGESCHICHTE publiziert.

Erstmals wird in dem Aufsatz die frühe Geschichte der Religionsgemeinschaft in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren anhand von Archivquellen rekonstruiert. Dabei wurden neue Erkenntnisse über den Institutionalisierungsprozess sowie die frühe Verfolgung der Gemeinschaft gewonnen. Im zweiten Teil wird ein Überblick über die Verfolgung im Nationalsozialismus gegeben und diese kontrastiv mit der Verfolgung im Ständestaat betrachtet.

Vielen Dank an Agnes Meisinger und das Herausgeberteam um Prof. Oliver Rathkolb für die gute Zusammenarbeit im Rahmen der Publikation.

Die genaue Quellenangabe des Aufsatzes lautet:
Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in Österreich 1933-1945. – In: Zeitgeschichte 42 (2015) 6, S. 347-367.

Happy conferencing: Tagung der GGGS in Athen

Anfang Dezember war ich am ersten Kongress der Griechischen Gesellschaft für germanistische Studien in Athen. Unter dem Titel Turns und kein Ende: Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik war ein buntes Sammelsurium an Vorträgen versammelt. Darunter auch mein eigener mit dem Thema Keimzellen: „Volk“, „Nationalgeist“ und „Nation“ um 1770.

Happy conferencing in Athen

Happy conferencing in Athen

Abgesehen davon, dass mich mit Athen eine manifeste Hassliebe verbindet, war es schon schön in meiner zweiten Heimat an der Uni einen Vortrag zu halten.

Das ?????????? ?????? in Athen.

Das ?????????? ?????? in Athen.

Tagungsort war das ?????????? ?????? in Athen, direkt in der Nähe der Universität. Ziemlich erschreckend für mich war, dass sich rund um die Uni und das Zentrum die Heroinszene der Stadt angesiedelt hat.

Ein Ausflug in den Spritzenwald....

Ein Ausflug in den Spritzenwald….

Man musste zum Tagungsort also mitunter in Schlangenlinien durch herumsitzende Süchtige gehen, die sich gerade einen Schuss setzen – gern auch mal mit freundlicher Unterstütztung des lokalen Dealers. Erschreckend und ein ernüchterndes Bild für den Zustand dieses schönen Landes… 🙁

Uhren, die ich mag: IWC Fliegerchronograph (Ref. 3706)

Uhren sind schon lange eine Leidenschaft für mich. Nachdem ich in letzter Zeit auch in meinem Job den ganzen Tag schöne (und teure) Uhren am Bildschirm habe, interessiere ich mich wieder mehr für das Thema – wieso also nicht gelegentlich über Uhren schreiben, die mir gefallen ?

Zum Start eine Uhr, die mich seit mehr als 10 Jahren begleitet:

IWC Fliegerchronograph (Ref. 3706)

IWC Fliegerchronograph (Ref. 3706)

Der IWC Fliegerchrono war meine erste hochwertige Armbanduhr, ich habe sie neuwertig bei Timelounge gekauft. Bis heute begeistert mich ihr völlig klares, perfekt ablesbares und für mich zeitlos schönes Zifferblatt. Die neueren Versionen des Modells mit ihrem „technischeren“ Look mag ich nicht so sehr wie diese Referenz. Für mich ist sie der perfekte Alltagsbegleiter – sie kann genauso sportlich wie elegant wirken. Die Chronofunktion nutze ich vor allem fürs Nudelkochen – und das regelmäßig (es ist so schlimm, dass ich eigentlich nur noch Chronos möchte…). Auch die Tag/Datum-Funktion ist wie geschaffen für meinen Wirrkopf.

Zugegeben, sie ist bis zu einem gewissen Grad eine Diva, das ETA7750 geht konsequent etwas schneller als erforderlich und die Schwungmasse rüttelt manchmal ordentlich an meinem Handgelenk… Nachdem ich mit der Uhr am Handgelenk einmal zuviel in den Swimmingpool gesprungen bin, konnte ich beim Service einen Blick ins Innere werfen:

Ein Blick ins Innere des IWC Fliegerchronos nach einem Wasserschaden

Ein Blick ins Innere des IWC Fliegerchronos nach einem Wasserschaden

Damals hat IWC die angelieferten ETA Werke noch finissiert, wie man (unter dem Rost) sehen kann. Nach einem kostspieligen Ausflug nach Schaffhausen kam die Uhr wie neu zurück. Nach mehreren Jahren am Alligatorlederband trage ich sie momentan mit einem Hirsch-Lederband, das rote Ziernähte und eine Krokoprägung hat. Das unterstreicht nochmal den sportlichen Touch der Uhr.

Seitdem ich die Uhr habe, bin ich ein begeisterter IWC-Fan. Als ich 2006 in Konstanz studiert habe, konnte ich sogar einmal eine Manufakturführung in Schaffhausen machen und die Fertigung besichtigen. Auch wenn ich die Preispolitik von IWC mittlerweile für stark überzogen halte, begeistern mich die klassischen Fliegeruhren und Portugieser-Modelle. Vielleicht findet ja irgendwann einmal eine Portugieser 7 Tage Gangreserve oder eine Portugieser Chronograph Classic oder Yacht Club an mein Handgelenk 🙂

Meine IWC Fliegerchronograph ist nach wie vor die Uhr, zu der ich immer wieder und am liebsten Greife – und das auch noch nach über einem Jahrzehnt.

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Frisch aus der Druckerpresse: Artikel zu Volkspoesie und Volk

Im November 2013 konnte ich – mit Förderung der ÖAW – an der von Konrad Harrer, Annie Bourguignon und Franz Hintereder-Emde organisierten Tagung „Hohe und niedere Literatur“ an der Universität Nancy teilnehmen.

Aus diesem spannenden Zusammentreffen hat sich mittlerweile ein kleines Netzwerk von Forscherinnen und Forschern gebildet, die sich für die Ränder und Bruchstellen von Literatur und Literaturbetrieben interessieren. Mittlerweile hat auch die zweite Tagung des Netzwerkes in Yamaguchi (Japan) stattgefunden, an der ich durch eine Förderung der ÖFG ebenfalls teilnehmen konnte.

So sieht der hübsche Sammelband zur Tagung in Nancy aus - von Goethe zu Max und Moritz.

So sieht der hübsche Sammelband zur Tagung in Nancy aus – von Goethe zu Max und Moritz.

Anfang 2015 ist nun ein Sammelband erschienen, der die Beiträge der ersten Tagung in Nancy sammelt. Darin ist auch ein Aufsatz von mir enthalten, der Ergebnisse aus meiner (immer noch in Arbeit befindlichen) Dissertation präsentiert:

Volkspoesie und Volk zwischen hoher und niederer Literatur. – Hohe und niedere Literatur. Tendenzen zur Ausgrenzung, Vereinnahmung und Mischung im deutschsprachigen Raum. Hrsg. von Annie Bourguignon, Konrad Harrer und Franz Hintereder-Emde. Berlin: Frank & Timme, 2015. S. 123-137.

70 Jahre Mauthausen-Befreiung: Interview

Anfang Mai wurde ich anlässlich des 70. Jahrestages der Mauthausen Befreiung zu Zeugen Jehovas/Bibelforschern im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Nebenlagern interviewt. Das Ergebnis dieses sehr interessanten Gespräches wurde auf religion.orf.at veröffentlicht:

http://religion.orf.at/stories/2706417/

Zudem wurde ein Radiobeitrag in Religion aktuell auf Ö1 (5.5.2015 um 18:55) und im Ö3 Morgenjournal (3.5.2015) gesendet.

Big in Japan – Happy Conferencing

Von 26. bis 28. März war ich in Yamaguchi (Japan) beim zweiten Teil der Konferenz „Hohe und niedere Literatur“, die von Franz Hintereder-Emde, Konrad Harrer und Annie Bourguignon veranstaltet wurde.

Besonders schön für mich war, dass die Konferenzreise von der ÖFG sowie der Universität Yamaguchi unterstütz wurde, was mir eine Teilnahme ermöglicht hat. Ich habe dort zum Thema „Wenn der Zeichner sich selbst zeichnet“ über Autoreferentialität als Mittel der Literarisierung in autofiktionalen Graphic Novels gesprochen. Ein Thema, das mich selbst sehr begeistert und in der Diskussion auf reges Interesse gestoßen ist.

Ich freue mich schon sehr, den Beitrag auszuarbeiten, er wird wohl Anfang 2017 in Buchform erscheinen. Und hier noch ein Bild vom wilden Konferenzleben:

Happy conferencing

Happy conferencing

Hier finden Sie das komplette Tagungsprogramm zur Ansicht…