Neue Veröffentlichung: Aufsatz zu Zentralbegriffen deutscher Identitätsbildung

Im November 2013 durfte ich an einer spannenden, interdisziplinären Konferenz zum Thema „Textuelle Historizität“ teilnehmen. So sah das damals aus:

Konferenz Bremen

Konferenz Bremen

Die Bremer Stadtmusikanten

Die Bremer Stadtmusikanten

Gut Ding braucht Weile und so wurden vor Kurzem die Beiträge der Konferenz in Buchform herausgebracht. Darin ist auch mein Beitrag zu „Volk“ und „Volkspoesie“ als Zentralbegriffe deutscher Identitätsbildung im 18. Jahrhundert enthalten.

Textuelle Historizität

Textuelle Historizität

Das Vollzitat des Beitrages lautet:
„Volkspoesie“ und „Volk“ als Zentralbegriffe deutscher Identitätsbildung im 18. Jahrhundert – Heidrun Kämper/Ingo H. Warnke/Daniel Schmidt-Brücken (Hg.): Textuelle Historizität. Interdisziplinäre Perspektiven auf das historische Apriori. DeGruyter Verlag: Berlin/Boston, 2016. S. 162-175.

Besten Dank an die Herausgeber für die tolle Unterstützung bei der Erstellung des Beitrages!

Happy conferencing: Tagung der GGGS in Athen

Anfang Dezember war ich am ersten Kongress der Griechischen Gesellschaft für germanistische Studien in Athen. Unter dem Titel Turns und kein Ende: Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik war ein buntes Sammelsurium an Vorträgen versammelt. Darunter auch mein eigener mit dem Thema Keimzellen: „Volk“, „Nationalgeist“ und „Nation“ um 1770.

Happy conferencing in Athen

Happy conferencing in Athen

Abgesehen davon, dass mich mit Athen eine manifeste Hassliebe verbindet, war es schon schön in meiner zweiten Heimat an der Uni einen Vortrag zu halten.

Das ?????????? ?????? in Athen.

Das ?????????? ?????? in Athen.

Tagungsort war das ?????????? ?????? in Athen, direkt in der Nähe der Universität. Ziemlich erschreckend für mich war, dass sich rund um die Uni und das Zentrum die Heroinszene der Stadt angesiedelt hat.

Ein Ausflug in den Spritzenwald....

Ein Ausflug in den Spritzenwald….

Man musste zum Tagungsort also mitunter in Schlangenlinien durch herumsitzende Süchtige gehen, die sich gerade einen Schuss setzen – gern auch mal mit freundlicher Unterstütztung des lokalen Dealers. Erschreckend und ein ernüchterndes Bild für den Zustand dieses schönen Landes… 🙁

Frisch aus der Druckerpresse: Artikel zu Volkspoesie und Volk

Im November 2013 konnte ich – mit Förderung der ÖAW – an der von Konrad Harrer, Annie Bourguignon und Franz Hintereder-Emde organisierten Tagung „Hohe und niedere Literatur“ an der Universität Nancy teilnehmen.

Aus diesem spannenden Zusammentreffen hat sich mittlerweile ein kleines Netzwerk von Forscherinnen und Forschern gebildet, die sich für die Ränder und Bruchstellen von Literatur und Literaturbetrieben interessieren. Mittlerweile hat auch die zweite Tagung des Netzwerkes in Yamaguchi (Japan) stattgefunden, an der ich durch eine Förderung der ÖFG ebenfalls teilnehmen konnte.

So sieht der hübsche Sammelband zur Tagung in Nancy aus - von Goethe zu Max und Moritz.

So sieht der hübsche Sammelband zur Tagung in Nancy aus – von Goethe zu Max und Moritz.

Anfang 2015 ist nun ein Sammelband erschienen, der die Beiträge der ersten Tagung in Nancy sammelt. Darin ist auch ein Aufsatz von mir enthalten, der Ergebnisse aus meiner (immer noch in Arbeit befindlichen) Dissertation präsentiert:

Volkspoesie und Volk zwischen hoher und niederer Literatur. – Hohe und niedere Literatur. Tendenzen zur Ausgrenzung, Vereinnahmung und Mischung im deutschsprachigen Raum. Hrsg. von Annie Bourguignon, Konrad Harrer und Franz Hintereder-Emde. Berlin: Frank & Timme, 2015. S. 123-137.

Artikel veröffentlicht: „Volk“ und „Volkspoesie“ als Identitätskonzept und literarische Abgrenzungsstrategie bei Grimm, Arnim und Brentano

Erste Ergebnisse meiner Dissertation sind jetzt im peer-reviewten Journal der germanistischen Abteilung der Universität Istanbul erschienen. Vielen Dank an Prof. Ersel Kayaoglu für die gute Zusammenarbeit!

Der Artikel untersucht die Werke zweier streitbarer Geschwisterpaare: Einerseits die Lieder- und Gedichtesammlung Des Knaben Wunderhorn Achim von Arnims und Clemens Brenatanos, andererseits die Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm. Nach anfänglicher Zusammenarbeit entstanden schnell Konflikte zwischen den beiden Projekten, die auf unterschiedlichen philosophischen Zugängen beruhten. Der Artikel fokussiert das Konzept „Volk“ und zeigt, wie die Positionierung der Akteure im literarischen Feld mit der Wahl literarischer Genres zusammenhängt. Diese Wahl schreibt sich in eine bestehende Tradition von „Volkspoesie“ ein, die in hohem Maße von Johann Gottfried Herder präformiert wurde.

Der Artikel ist hier im Volltext abrufbar:

Jakli, Timon: „Volk“ und „Volkspoesie“ als Identitätskonzept und literarische Abgrenzungsstrategie bei Grimm, Arnim und Brentano. – In: Alman Dili ve Edebiyat? Dergisi – Studien zur deutschen Sprache und Literatur 30 (2013) 2, S. 5-24.