Der Plural – es gibt ihn doch!

Bei vielen Wörtern im Deutschen ist der Plural ja eine seltene Blüte, mitunter sogar eine die nicht gut riecht (im mehrfachen Sinne jetzt). Milch und Geld beispielsweise. Ein ganz besonders schönes Beispiel für solch ein seltenes Pluralpflänzchen fand sich in der Rudolfstiftung:

harne

Besonders schön auch die Phantasie, wie es denn funktionieren könnte, einen Harn ABZUSTELLEN 🙂

Dictator, wir folgen Dir !

Im Krankenhaus Göttlicher Heiland finden sich diese schönen Türschließer:

Dictator

Dictator

Als ob der Name allein nichts schon reichen würde, bietet auch die Website des Unternehmens einige spannende Blüten:

„Der Name DICTATOR steht für 80 Jahre Erfahrung in der Lösung von Fragen zunächst nur rund um Tür und Tor.“

„DICTATOR Produkte werden in eigenen Fertigungsstätten in Deutschland und einigen weiteren europäischen Ländern hergestellt.“

Hm.

Amtsdeutsch in Hochform

Die österreichische Seele verwirklicht sich wohl nirgends schöner, als auf dem Amt! So modern die Zeiten auch sind, bietet das Amt die Kontinuität und Sicherheit, die der Mensch in der schnelllebigen Zeit von heute benötigt. Das Universum in der Nussschale sozusagen. Und so werden auch noch heute Hermanovsky-Orlandosche Dimensionen erreicht:

Amtsdeutsch in Hochform

Mit diesem Satzungetüm ist das Standesamt Wien-Ottakring zugepfalstert. Meine Forderung: Verpflichtende Deutschkurse für Magistratsangestellte!

Die Tafel vom Marktamt

Dagegen ist dieser Dativ-Genitiv Streit schon wieder harmlos.

Das Hofmeisteramt

Besonders spannend wird es, wenn Fahrzeuge strafrechtlich verfolgt werden. Kommen die Autos dann mit Parkkrallen fixiert in ein Autogefängnis und müssen von einem durch das Hofmeisteramt ernannten Hofmeister Exerzitien empfangen ? Wer weiß….