Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geh Denken!“

Am 13. April um 19 Uhr konnte ich im Depot (1070) Wien auf Einladung des Vereins Gedenkdienst im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geh Denken“ einen Vortrag über die Verfolgung der Zeugen Jehovas (Ernsten Bibelforscher) in Österreich 1933-1945 halten.

Die Veranstaltung war gut besucht und im Anschluss ergab sich eine interessante Diskussion – vielen Dank für’s Organisieren an Agnes Meisinger und das Team des Vereins Gedenkdienst!

Abstract:
Der Vortrag behandelt die Geschichte der Zeugen Jehovas in Österreich, beginnend mit Versuchen der Institutionalisierung der Religionsgemeinschaft als Verein in den späten 1920er-Jahren, die zu ersten Konflikten mit den Behörden führten. Unter der Regierung Engelbert Dollfuß‘ verschlechterte sich die Situation für die Gemeinschaft, da das Regime in Durchsetzung des katholischen Religionsmonopols die Glaubenspraktiken und Publikationen der Zeugen verbot. Mit dem ,Anschluss‘ im Jahr 1938 wurde die Verfolgung intensiviert: Die NationalsozialistInnen verfolgten die ZeugInnen Jehovas und internierten sie in Gefängnissen und Konzentrationslagern mit dem Ziel, die Organisation vollständig zu zerstören und den Glauben der einzelnen Mitglieder zu brechen. Zwischen 1938 und 1945 wurden 154 österreichische ZeugInnen Jehovas von den NationalsozialistInnen und ihren HelferInnen ermordet. Durch Fallbeispiele werden einzelne Aspekte der Verfolgung nochmals auf lebensgeschichtlicher Ebene untersucht.

Hier der Folder zum sehr spannenden Bildungsprogramm des Vereins Gedenkdienst im SoSe 2016 (darin auch mein Vortrag)…

Neuer Aufsatz: Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in Österreich 1933-1945.

Ich freue mich, dass Ende 2015 in der renommierten österreichischen Zeitschrift „Zeitgeschichte“ mein Aufsatz mit dem Thema „Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in Österreich 1933-1945“ erschienen ist.

Der Aufsatz wurde in ZEITGESCHICHTE publiziert.

Der Aufsatz wurde in ZEITGESCHICHTE publiziert.

Erstmals wird in dem Aufsatz die frühe Geschichte der Religionsgemeinschaft in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren anhand von Archivquellen rekonstruiert. Dabei wurden neue Erkenntnisse über den Institutionalisierungsprozess sowie die frühe Verfolgung der Gemeinschaft gewonnen. Im zweiten Teil wird ein Überblick über die Verfolgung im Nationalsozialismus gegeben und diese kontrastiv mit der Verfolgung im Ständestaat betrachtet.

Vielen Dank an Agnes Meisinger und das Herausgeberteam um Prof. Oliver Rathkolb für die gute Zusammenarbeit im Rahmen der Publikation.

Die genaue Quellenangabe des Aufsatzes lautet:
Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in Österreich 1933-1945. – In: Zeitgeschichte 42 (2015) 6, S. 347-367.

70 Jahre Mauthausen-Befreiung: Interview

Anfang Mai wurde ich anlässlich des 70. Jahrestages der Mauthausen Befreiung zu Zeugen Jehovas/Bibelforschern im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Nebenlagern interviewt. Das Ergebnis dieses sehr interessanten Gespräches wurde auf religion.orf.at veröffentlicht:

http://religion.orf.at/stories/2706417/

Zudem wurde ein Radiobeitrag in Religion aktuell auf Ö1 (5.5.2015 um 18:55) und im Ö3 Morgenjournal (3.5.2015) gesendet.

Statement zur Verfolgung der Bibelforscher auf religion.orf.at/OE1

Manchmal kommt man wie die Jungfrau zum Kind: Eigentlich habe ich nur einen Freund zu einem Pressetermin begleitet (genauer gesagt: ich war der Fahrer). Schwupps, wird man auch gleich interviewt.

Gedenktafel für die Zeugen Jehovas/Bibelforscher im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen

Gedenktafel für die Zeugen Jehovas/Bibelforscher im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen

Gut, es ging schon um eine facheinschlägige Angelegenheit. Ich durfte einige erklärende Worte zu den Verfolgungsgründen der Bibelforscher/Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus beisteuern.

Nachzulesen hier: http://religion.orf.at/stories/2690524/

In der Ö1 Sendung „Religion Aktuell“ vom 26.1.2014 (um 18:55) wurde das Thema auch behandelt, darin war ein Ausschnitt aus dem Interview zu hören.