70 Jahre Mauthausen-Befreiung: Interview

Anfang Mai wurde ich anlässlich des 70. Jahrestages der Mauthausen Befreiung zu Zeugen Jehovas/Bibelforschern im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Nebenlagern interviewt. Das Ergebnis dieses sehr interessanten Gespräches wurde auf religion.orf.at veröffentlicht:

http://religion.orf.at/stories/2706417/

Zudem wurde ein Radiobeitrag in Religion aktuell auf Ö1 (5.5.2015 um 18:55) und im Ö3 Morgenjournal (3.5.2015) gesendet.

Big in Japan – Happy Conferencing

Von 26. bis 28. März war ich in Yamaguchi (Japan) beim zweiten Teil der Konferenz „Hohe und niedere Literatur“, die von Franz Hintereder-Emde, Konrad Harrer und Annie Bourguignon veranstaltet wurde.

Besonders schön für mich war, dass die Konferenzreise von der ÖFG sowie der Universität Yamaguchi unterstütz wurde, was mir eine Teilnahme ermöglicht hat. Ich habe dort zum Thema „Wenn der Zeichner sich selbst zeichnet“ über Autoreferentialität als Mittel der Literarisierung in autofiktionalen Graphic Novels gesprochen. Ein Thema, das mich selbst sehr begeistert und in der Diskussion auf reges Interesse gestoßen ist.

Ich freue mich schon sehr, den Beitrag auszuarbeiten, er wird wohl Anfang 2017 in Buchform erscheinen. Und hier noch ein Bild vom wilden Konferenzleben:

Happy conferencing
Happy conferencing

Hier finden Sie das komplette Tagungsprogramm zur Ansicht…

Statement zur Verfolgung der Bibelforscher auf religion.orf.at/OE1

Manchmal kommt man wie die Jungfrau zum Kind: Eigentlich habe ich nur einen Freund zu einem Pressetermin begleitet (genauer gesagt: ich war der Fahrer). Schwupps, wird man auch gleich interviewt.

Gedenktafel für die Zeugen Jehovas/Bibelforscher im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen
Gedenktafel für die Zeugen Jehovas/Bibelforscher im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen

Gut, es ging schon um eine facheinschlägige Angelegenheit. Ich durfte einige erklärende Worte zu den Verfolgungsgründen der Bibelforscher/Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus beisteuern.

Nachzulesen hier: http://religion.orf.at/stories/2690524/

In der Ö1 Sendung „Religion Aktuell“ vom 26.1.2014 (um 18:55) wurde das Thema auch behandelt, darin war ein Ausschnitt aus dem Interview zu hören.

 

Artikel veröffentlicht: Rehabilitierungen – Aufhebung von Unrechtsurteilen

Colloquium Band 20
Colloquium Band 20

Der vor Kurzem veröffentlichte Artikel behandelt die juristische Aufhebung von Urteilen der NS-Zeit am Beispiel der Bibelforscher/Zeugen Jehovas aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive. Neben einer Analyse der juristischen Entwicklung bietet der Artikel auf Fallbeispiele. Der Band kann zum wohlfeilen Preis von 55 Euro (!) im Buchhandel erworben werden…

Meinen Artikel kann man im Volltext auch hier lesen.

Wegen der Ernährung warat’s

Die Franzosen sind als Nation der Genießer bekannt. Doch auch die Gesundheit darf nicht zu kurz kommen, wie ich auf einer Konferenzreise in das wunderbare Nancy feststellen durfte. Denn das morgendliche Croissant wird dort mit seinen ernährungstechnischen Vorteilen beworben:

Das Croissant als Quelle von Omega 3 Fettsäuren
Das Croissant als Quelle von Omega 3 Fettsäuren

Und natürlich – wo anders würde man auch die gesunden Fettsäuren suchen, als im „Croissant natura“ 🙂

Artikel veröffentlicht: „Volk“ und „Volkspoesie“ als Identitätskonzept und literarische Abgrenzungsstrategie bei Grimm, Arnim und Brentano

Erste Ergebnisse meiner Dissertation sind jetzt im peer-reviewten Journal der germanistischen Abteilung der Universität Istanbul erschienen. Vielen Dank an Prof. Ersel Kayaoglu für die gute Zusammenarbeit!

Der Artikel untersucht die Werke zweier streitbarer Geschwisterpaare: Einerseits die Lieder- und Gedichtesammlung Des Knaben Wunderhorn Achim von Arnims und Clemens Brenatanos, andererseits die Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm. Nach anfänglicher Zusammenarbeit entstanden schnell Konflikte zwischen den beiden Projekten, die auf unterschiedlichen philosophischen Zugängen beruhten. Der Artikel fokussiert das Konzept „Volk“ und zeigt, wie die Positionierung der Akteure im literarischen Feld mit der Wahl literarischer Genres zusammenhängt. Diese Wahl schreibt sich in eine bestehende Tradition von „Volkspoesie“ ein, die in hohem Maße von Johann Gottfried Herder präformiert wurde.

Der Artikel ist hier im Volltext abrufbar:

Jakli, Timon: „Volk“ und „Volkspoesie“ als Identitätskonzept und literarische Abgrenzungsstrategie bei Grimm, Arnim und Brentano. – In: Alman Dili ve Edebiyat? Dergisi – Studien zur deutschen Sprache und Literatur 30 (2013) 2, S. 5-24.

Der Plural – es gibt ihn doch!

Bei vielen Wörtern im Deutschen ist der Plural ja eine seltene Blüte, mitunter sogar eine die nicht gut riecht (im mehrfachen Sinne jetzt). Milch und Geld beispielsweise. Ein ganz besonders schönes Beispiel für solch ein seltenes Pluralpflänzchen fand sich in der Rudolfstiftung:

harne

Besonders schön auch die Phantasie, wie es denn funktionieren könnte, einen Harn ABZUSTELLEN 🙂

Dictator, wir folgen Dir !

Im Krankenhaus Göttlicher Heiland finden sich diese schönen Türschließer:

Dictator
Dictator

Als ob der Name allein nichts schon reichen würde, bietet auch die Website des Unternehmens einige spannende Blüten:

„Der Name DICTATOR steht für 80 Jahre Erfahrung in der Lösung von Fragen zunächst nur rund um Tür und Tor.“

„DICTATOR Produkte werden in eigenen Fertigungsstätten in Deutschland und einigen weiteren europäischen Ländern hergestellt.“

Hm.

Amtsdeutsch in Hochform

Die österreichische Seele verwirklicht sich wohl nirgends schöner, als auf dem Amt! So modern die Zeiten auch sind, bietet das Amt die Kontinuität und Sicherheit, die der Mensch in der schnelllebigen Zeit von heute benötigt. Das Universum in der Nussschale sozusagen. Und so werden auch noch heute Hermanovsky-Orlandosche Dimensionen erreicht:

Amtsdeutsch in Hochform

Mit diesem Satzungetüm ist das Standesamt Wien-Ottakring zugepfalstert. Meine Forderung: Verpflichtende Deutschkurse für Magistratsangestellte!

Die Tafel vom Marktamt

Dagegen ist dieser Dativ-Genitiv Streit schon wieder harmlos.

Das Hofmeisteramt

Besonders spannend wird es, wenn Fahrzeuge strafrechtlich verfolgt werden. Kommen die Autos dann mit Parkkrallen fixiert in ein Autogefängnis und müssen von einem durch das Hofmeisteramt ernannten Hofmeister Exerzitien empfangen ? Wer weiß….