Uhren, die ich mag: IWC Fliegerchronograph (Ref. 3706)

Uhren sind schon lange eine Leidenschaft für mich. Nachdem ich in letzter Zeit auch in meinem Job den ganzen Tag schöne (und teure) Uhren am Bildschirm habe, interessiere ich mich wieder mehr für das Thema – wieso also nicht gelegentlich über Uhren schreiben, die mir gefallen ?

Zum Start eine Uhr, die mich seit mehr als 10 Jahren begleitet:

IWC Fliegerchronograph (Ref. 3706)
IWC Fliegerchronograph (Ref. 3706)

Der IWC Fliegerchrono war meine erste hochwertige Armbanduhr, ich habe sie neuwertig bei Timelounge gekauft. Bis heute begeistert mich ihr völlig klares, perfekt ablesbares und für mich zeitlos schönes Zifferblatt. Die neueren Versionen des Modells mit ihrem „technischeren“ Look mag ich nicht so sehr wie diese Referenz. Für mich ist sie der perfekte Alltagsbegleiter – sie kann genauso sportlich wie elegant wirken. Die Chronofunktion nutze ich vor allem fürs Nudelkochen – und das regelmäßig (es ist so schlimm, dass ich eigentlich nur noch Chronos möchte…). Auch die Tag/Datum-Funktion ist wie geschaffen für meinen Wirrkopf.

Zugegeben, sie ist bis zu einem gewissen Grad eine Diva, das ETA7750 geht konsequent etwas schneller als erforderlich und die Schwungmasse rüttelt manchmal ordentlich an meinem Handgelenk… Nachdem ich mit der Uhr am Handgelenk einmal zuviel in den Swimmingpool gesprungen bin, konnte ich beim Service einen Blick ins Innere werfen:

Ein Blick ins Innere des IWC Fliegerchronos nach einem Wasserschaden
Ein Blick ins Innere des IWC Fliegerchronos nach einem Wasserschaden

Damals hat IWC die angelieferten ETA Werke noch finissiert, wie man (unter dem Rost) sehen kann. Nach einem kostspieligen Ausflug nach Schaffhausen kam die Uhr wie neu zurück. Nach mehreren Jahren am Alligatorlederband trage ich sie momentan mit einem Hirsch-Lederband, das rote Ziernähte und eine Krokoprägung hat. Das unterstreicht nochmal den sportlichen Touch der Uhr.

Seitdem ich die Uhr habe, bin ich ein begeisterter IWC-Fan. Als ich 2006 in Konstanz studiert habe, konnte ich sogar einmal eine Manufakturführung in Schaffhausen machen und die Fertigung besichtigen. Auch wenn ich die Preispolitik von IWC mittlerweile für stark überzogen halte, begeistern mich die klassischen Fliegeruhren und Portugieser-Modelle. Vielleicht findet ja irgendwann einmal eine Portugieser 7 Tage Gangreserve oder eine Portugieser Chronograph Classic oder Yacht Club an mein Handgelenk 🙂

Meine IWC Fliegerchronograph ist nach wie vor die Uhr, zu der ich immer wieder und am liebsten Greife – und das auch noch nach über einem Jahrzehnt.

Frisch aus der Druckerpresse: Artikel zu Volkspoesie und Volk

Im November 2013 konnte ich – mit Förderung der ÖAW – an der von Konrad Harrer, Annie Bourguignon und Franz Hintereder-Emde organisierten Tagung „Hohe und niedere Literatur“ an der Universität Nancy teilnehmen.

Aus diesem spannenden Zusammentreffen hat sich mittlerweile ein kleines Netzwerk von Forscherinnen und Forschern gebildet, die sich für die Ränder und Bruchstellen von Literatur und Literaturbetrieben interessieren. Mittlerweile hat auch die zweite Tagung des Netzwerkes in Yamaguchi (Japan) stattgefunden, an der ich durch eine Förderung der ÖFG ebenfalls teilnehmen konnte.

So sieht der hübsche Sammelband zur Tagung in Nancy aus - von Goethe zu Max und Moritz.
So sieht der hübsche Sammelband zur Tagung in Nancy aus – von Goethe zu Max und Moritz.

Anfang 2015 ist nun ein Sammelband erschienen, der die Beiträge der ersten Tagung in Nancy sammelt. Darin ist auch ein Aufsatz von mir enthalten, der Ergebnisse aus meiner (immer noch in Arbeit befindlichen) Dissertation präsentiert:

Volkspoesie und Volk zwischen hoher und niederer Literatur. – Hohe und niedere Literatur. Tendenzen zur Ausgrenzung, Vereinnahmung und Mischung im deutschsprachigen Raum. Hrsg. von Annie Bourguignon, Konrad Harrer und Franz Hintereder-Emde. Berlin: Frank & Timme, 2015. S. 123-137.

70 Jahre Mauthausen-Befreiung: Interview

Anfang Mai wurde ich anlässlich des 70. Jahrestages der Mauthausen Befreiung zu Zeugen Jehovas/Bibelforschern im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Nebenlagern interviewt. Das Ergebnis dieses sehr interessanten Gespräches wurde auf religion.orf.at veröffentlicht:

http://religion.orf.at/stories/2706417/

Zudem wurde ein Radiobeitrag in Religion aktuell auf Ö1 (5.5.2015 um 18:55) und im Ö3 Morgenjournal (3.5.2015) gesendet.

Big in Japan – Happy Conferencing

Von 26. bis 28. März war ich in Yamaguchi (Japan) beim zweiten Teil der Konferenz „Hohe und niedere Literatur“, die von Franz Hintereder-Emde, Konrad Harrer und Annie Bourguignon veranstaltet wurde.

Besonders schön für mich war, dass die Konferenzreise von der ÖFG sowie der Universität Yamaguchi unterstütz wurde, was mir eine Teilnahme ermöglicht hat. Ich habe dort zum Thema „Wenn der Zeichner sich selbst zeichnet“ über Autoreferentialität als Mittel der Literarisierung in autofiktionalen Graphic Novels gesprochen. Ein Thema, das mich selbst sehr begeistert und in der Diskussion auf reges Interesse gestoßen ist.

Ich freue mich schon sehr, den Beitrag auszuarbeiten, er wird wohl Anfang 2017 in Buchform erscheinen. Und hier noch ein Bild vom wilden Konferenzleben:

Happy conferencing
Happy conferencing

Hier finden Sie das komplette Tagungsprogramm zur Ansicht…

Statement zur Verfolgung der Bibelforscher auf religion.orf.at/OE1

Manchmal kommt man wie die Jungfrau zum Kind: Eigentlich habe ich nur einen Freund zu einem Pressetermin begleitet (genauer gesagt: ich war der Fahrer). Schwupps, wird man auch gleich interviewt.

Gedenktafel für die Zeugen Jehovas/Bibelforscher im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen
Gedenktafel für die Zeugen Jehovas/Bibelforscher im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen

Gut, es ging schon um eine facheinschlägige Angelegenheit. Ich durfte einige erklärende Worte zu den Verfolgungsgründen der Bibelforscher/Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus beisteuern.

Nachzulesen hier: http://religion.orf.at/stories/2690524/

In der Ö1 Sendung „Religion Aktuell“ vom 26.1.2014 (um 18:55) wurde das Thema auch behandelt, darin war ein Ausschnitt aus dem Interview zu hören.

 

Artikel veröffentlicht: Rehabilitierungen – Aufhebung von Unrechtsurteilen

Colloquium Band 20
Colloquium Band 20

Der vor Kurzem veröffentlichte Artikel behandelt die juristische Aufhebung von Urteilen der NS-Zeit am Beispiel der Bibelforscher/Zeugen Jehovas aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive. Neben einer Analyse der juristischen Entwicklung bietet der Artikel auf Fallbeispiele. Der Band kann zum wohlfeilen Preis von 55 Euro (!) im Buchhandel erworben werden…

Meinen Artikel kann man im Volltext auch hier lesen.

Wegen der Ernährung warat’s

Die Franzosen sind als Nation der Genießer bekannt. Doch auch die Gesundheit darf nicht zu kurz kommen, wie ich auf einer Konferenzreise in das wunderbare Nancy feststellen durfte. Denn das morgendliche Croissant wird dort mit seinen ernährungstechnischen Vorteilen beworben:

Das Croissant als Quelle von Omega 3 Fettsäuren
Das Croissant als Quelle von Omega 3 Fettsäuren

Und natürlich – wo anders würde man auch die gesunden Fettsäuren suchen, als im „Croissant natura“ 🙂

Artikel veröffentlicht: „Volk“ und „Volkspoesie“ als Identitätskonzept und literarische Abgrenzungsstrategie bei Grimm, Arnim und Brentano

Erste Ergebnisse meiner Dissertation sind jetzt im peer-reviewten Journal der germanistischen Abteilung der Universität Istanbul erschienen. Vielen Dank an Prof. Ersel Kayaoglu für die gute Zusammenarbeit!

Der Artikel untersucht die Werke zweier streitbarer Geschwisterpaare: Einerseits die Lieder- und Gedichtesammlung Des Knaben Wunderhorn Achim von Arnims und Clemens Brenatanos, andererseits die Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm. Nach anfänglicher Zusammenarbeit entstanden schnell Konflikte zwischen den beiden Projekten, die auf unterschiedlichen philosophischen Zugängen beruhten. Der Artikel fokussiert das Konzept „Volk“ und zeigt, wie die Positionierung der Akteure im literarischen Feld mit der Wahl literarischer Genres zusammenhängt. Diese Wahl schreibt sich in eine bestehende Tradition von „Volkspoesie“ ein, die in hohem Maße von Johann Gottfried Herder präformiert wurde.

Der Artikel ist hier im Volltext abrufbar:

Jakli, Timon: „Volk“ und „Volkspoesie“ als Identitätskonzept und literarische Abgrenzungsstrategie bei Grimm, Arnim und Brentano. – In: Alman Dili ve Edebiyat? Dergisi – Studien zur deutschen Sprache und Literatur 30 (2013) 2, S. 5-24.

Der Plural – es gibt ihn doch!

Bei vielen Wörtern im Deutschen ist der Plural ja eine seltene Blüte, mitunter sogar eine die nicht gut riecht (im mehrfachen Sinne jetzt). Milch und Geld beispielsweise. Ein ganz besonders schönes Beispiel für solch ein seltenes Pluralpflänzchen fand sich in der Rudolfstiftung:

harne

Besonders schön auch die Phantasie, wie es denn funktionieren könnte, einen Harn ABZUSTELLEN 🙂