Vortrag auf der ICLA 2016: Grimm 2.0

Ich bin mittlerweile ziemlich süchtig nach Graphic Novels und Fernsehserien. Schön, wenn man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann 🙂

Im Rahme der dritten Tagung des Netzwerkes zu Hoher/Niederer Literatur darf ich im Rahmen der ICLA in Wien einen Vortrag beisteuern. Das Thema ist im Rahmen der Group Section 17252 – Hybridisierung literarischer Sprachen und Ausdrucksformen als Innovationsmodus (Chair: Franz Hintereder-Emde) eingebunden. Da ich leider nicht persönlich anwesend sein kann, danke ich Martina Zerovnik für das Vortragen meines Beitrages!

Unter dem Titel „Grimm 2.0 – Die Brüder Grimm in der Postmoderne“ spreche ich über die Transformation klassischer Märchenfiguren und -geschichten in Bill Willinghams Fables sowie Kitsis/Horowitz Once Upon a time.

Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geh Denken!“

Am 13. April um 19 Uhr konnte ich im Depot (1070) Wien auf Einladung des Vereins Gedenkdienst im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geh Denken“ einen Vortrag über die Verfolgung der Zeugen Jehovas (Ernsten Bibelforscher) in Österreich 1933-1945 halten.

Die Veranstaltung war gut besucht und im Anschluss ergab sich eine interessante Diskussion – vielen Dank für’s Organisieren an Agnes Meisinger und das Team des Vereins Gedenkdienst!

Abstract:
Der Vortrag behandelt die Geschichte der Zeugen Jehovas in Österreich, beginnend mit Versuchen der Institutionalisierung der Religionsgemeinschaft als Verein in den späten 1920er-Jahren, die zu ersten Konflikten mit den Behörden führten. Unter der Regierung Engelbert Dollfuß‘ verschlechterte sich die Situation für die Gemeinschaft, da das Regime in Durchsetzung des katholischen Religionsmonopols die Glaubenspraktiken und Publikationen der Zeugen verbot. Mit dem ,Anschluss‘ im Jahr 1938 wurde die Verfolgung intensiviert: Die NationalsozialistInnen verfolgten die ZeugInnen Jehovas und internierten sie in Gefängnissen und Konzentrationslagern mit dem Ziel, die Organisation vollständig zu zerstören und den Glauben der einzelnen Mitglieder zu brechen. Zwischen 1938 und 1945 wurden 154 österreichische ZeugInnen Jehovas von den NationalsozialistInnen und ihren HelferInnen ermordet. Durch Fallbeispiele werden einzelne Aspekte der Verfolgung nochmals auf lebensgeschichtlicher Ebene untersucht.

Hier der Folder zum sehr spannenden Bildungsprogramm des Vereins Gedenkdienst im SoSe 2016 (darin auch mein Vortrag)…

Happy conferencing: Tagung der GGGS in Athen

Anfang Dezember war ich am ersten Kongress der Griechischen Gesellschaft für germanistische Studien in Athen. Unter dem Titel Turns und kein Ende: Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik war ein buntes Sammelsurium an Vorträgen versammelt. Darunter auch mein eigener mit dem Thema Keimzellen: „Volk“, „Nationalgeist“ und „Nation“ um 1770.

Happy conferencing in Athen

Happy conferencing in Athen

Abgesehen davon, dass mich mit Athen eine manifeste Hassliebe verbindet, war es schon schön in meiner zweiten Heimat an der Uni einen Vortrag zu halten.

Das ?????????? ?????? in Athen.

Das ?????????? ?????? in Athen.

Tagungsort war das ?????????? ?????? in Athen, direkt in der Nähe der Universität. Ziemlich erschreckend für mich war, dass sich rund um die Uni und das Zentrum die Heroinszene der Stadt angesiedelt hat.

Ein Ausflug in den Spritzenwald....

Ein Ausflug in den Spritzenwald….

Man musste zum Tagungsort also mitunter in Schlangenlinien durch herumsitzende Süchtige gehen, die sich gerade einen Schuss setzen – gern auch mal mit freundlicher Unterstütztung des lokalen Dealers. Erschreckend und ein ernüchterndes Bild für den Zustand dieses schönen Landes… 🙁

70 Jahre Mauthausen-Befreiung: Interview

Anfang Mai wurde ich anlässlich des 70. Jahrestages der Mauthausen Befreiung zu Zeugen Jehovas/Bibelforschern im Konzentrationslager Mauthausen und seinen Nebenlagern interviewt. Das Ergebnis dieses sehr interessanten Gespräches wurde auf religion.orf.at veröffentlicht:

http://religion.orf.at/stories/2706417/

Zudem wurde ein Radiobeitrag in Religion aktuell auf Ö1 (5.5.2015 um 18:55) und im Ö3 Morgenjournal (3.5.2015) gesendet.

Big in Japan – Happy Conferencing

Von 26. bis 28. März war ich in Yamaguchi (Japan) beim zweiten Teil der Konferenz „Hohe und niedere Literatur“, die von Franz Hintereder-Emde, Konrad Harrer und Annie Bourguignon veranstaltet wurde.

Besonders schön für mich war, dass die Konferenzreise von der ÖFG sowie der Universität Yamaguchi unterstütz wurde, was mir eine Teilnahme ermöglicht hat. Ich habe dort zum Thema „Wenn der Zeichner sich selbst zeichnet“ über Autoreferentialität als Mittel der Literarisierung in autofiktionalen Graphic Novels gesprochen. Ein Thema, das mich selbst sehr begeistert und in der Diskussion auf reges Interesse gestoßen ist.

Ich freue mich schon sehr, den Beitrag auszuarbeiten, er wird wohl Anfang 2017 in Buchform erscheinen. Und hier noch ein Bild vom wilden Konferenzleben:

Happy conferencing

Happy conferencing

Hier finden Sie das komplette Tagungsprogramm zur Ansicht…

Statement zur Verfolgung der Bibelforscher auf religion.orf.at/OE1

Manchmal kommt man wie die Jungfrau zum Kind: Eigentlich habe ich nur einen Freund zu einem Pressetermin begleitet (genauer gesagt: ich war der Fahrer). Schwupps, wird man auch gleich interviewt.

Gedenktafel für die Zeugen Jehovas/Bibelforscher im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen

Gedenktafel für die Zeugen Jehovas/Bibelforscher im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen

Gut, es ging schon um eine facheinschlägige Angelegenheit. Ich durfte einige erklärende Worte zu den Verfolgungsgründen der Bibelforscher/Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus beisteuern.

Nachzulesen hier: http://religion.orf.at/stories/2690524/

In der Ö1 Sendung „Religion Aktuell“ vom 26.1.2014 (um 18:55) wurde das Thema auch behandelt, darin war ein Ausschnitt aus dem Interview zu hören.